

Laut Robert Koch Institut leiden 8,2 % aller Erwachsenen in Deutschland innerhalb eines Jahres an einer Depression. Das sind 5,3 Millionen Menschen pro Jahr.
Und jedes Jahr werden über 1,5 Millionen Menschen Antidepressiva verschrieben – oft, ohne dass die wahre Ursache verstanden wird.
In dieser Episode sprechen Corinna & Andreas radikal ehrlich darüber, warum Depression aus ihrer Sicht selten „einfach zufällig“ entsteht, sondern oft das Ergebnis von überhörten inneren Botschaften ist. Ihr Blick unterscheidet dabei zwei zentrale Wege:
Wenn wir früh gelernt haben: „Liebe bekomme ich nur, wenn es mir schlecht geht“, kann sich ein Muster bilden, in dem Verantwortung dauerhaft abgegeben wird. Aus kurzfristiger Entlastung wird eine Negativspirale: weniger Handlungskraft, weniger Selbstwert, weniger Hoffnung – bis der Zustand zur Identität wird.
Manchmal trifft es Menschen, die lange „funktioniert“ haben: Leistung, Sport, Karriere, das Kümmern um andere. Wenn dann ein Ereignis eintritt (Burnout, Krankheit, Verlust, Trennung) bricht die alte Identität weg – und zurück bleibt Leere. Nicht weil „nichts mehr geht“, sondern weil ein neues „Warum“ noch fehlt.



